R u b r i k e n

Basisinformationen
Fragen & Antworten
Behandlung des TS
Leitfaden für Lehrer
TS-Erfahrungen
Geschichte der Tics
Tourette-Forschung
Tourette-Kreative

Tourette Interaktiv
Tourette-Newsletter
Tourette-Forum
Tourette-Chat
TS-Shirts und mehr
Tourette-Shop
Unser Gästebuch

Veröffentlichungen
Print, Audio, Video
Pressestimmen
Tourette im Kino
Photo aus dem Film 'The Tic Code'

Hilfsangebote
IVTS e. V.
TGD e. V.
Regionale Gruppen
Ärztliche Sprechstunden

Weitere Angebote
Adressen & Links
Div.Interessantes

Bild eines animierten Briefes
Schreiben Sie uns
Anregungen, Kritik,
Fragen und eigene
Beiträge
Aktuelle Statistik

Stichwortsuche

 

Impressum

Letzte Aktualisierung:
Tuesday, 13-Jun-2017 13:18:45 CEST

 

 

 

Buch 'Ficken sag ich selten'
Buch 'Ficken sag ich selten'
von Olaf Blumberg
Weiter hier...

 

Reportage 'Der innere Kobold'
'Der Pilgerweg meines Lebens'
von Sabine Blankeburg
Weiter hier...

 

DVD 'Ein Tick anders'
DVD - 'Ein Tick anders'
Spielfilm mit Jasna Fritzi Bauer
Weiter hier...

 

DVD 'Vincent will Meer'
DVD - 'Vincent will Meer'
Kino-Spielfilm mit Florian David Fitz
Weiter hier...

 

Informations-DVDs Tic-Störungen und Tourette-Syndrom
Informations-DVDs Tic-Störungen und Tourette-Syndrom
Weiter hier...

Zur TS-Wear
TS-Wear
Shirts & Sweat- Shirt
Weiter hier...

 

Buch 'Mein Kind hat Tics und Zwänge'
'Mein Kind
hat Tics und
Zwänge'
Sachbuch
aus Erfahrung.
Weiter hier...

 

Buch 'Motherless Brooklyn'
'Motherless
Brooklyn'
beschäftigt sich aus einer Insider-Perspektive mit dem Tourette Syndrom und ist dabei ein unterhaltsamer Roman.
Mehr hier...

Zurück zur vorhergehenden Seite

Wer ist die Tourette Gesellschaft

Europäische Tourette-Gesellschaften treffen sich in Paris

Die Doktoranden Silke Klusmeier und Alexander Heise von der Medizinischen Hochschule Hannover besuchten im Auftrag der Tourette-Gesellschaft Deutschland das Treffen europäischer Tourette-Gesellschaften in Paris

Bericht von Silke Klusmeier und Alexander Heise

Erstmals fand am 15. Oktober 2003 in Paris ein internationaler Kongress der verschiedenen Tourette-Gesellschaften aus Europa statt. Schauplatz war das Hospital Broussais, eine Klinik im Zentrum von Paris, in dem sich "Abgeordnete" aus Belgien, Frankreich, Island, Italien, Großbritannien und aus Deutschland trafen. Es war das erste gemeinsame Treffen von Ärzten und Stellvertretern der Tourette-Gesellschaften und versprach daher für alle Teilnehmer spannend zu werden.

In freundlicher und entspannter Atmosphäre stand den Teilnehmern aller Länder ein ganzer Nachmittag zur Verfügung, um die eigene Gesellschaft jeweils in ihren Grundzügen vorzustellen. So ging es nicht nur darum, in der kurzen Zeit einen Überblick über Gründung und Zusammensetzung der einzelnen Gesellschaften zu bekommen, sondern durch den Austausch der Länder etwas über Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Selbstverständnis der verschiedenen Tourette-Gesellschaften zu erfahren. Eine aus Zeitgründen parallel stattfindende Diskussion von ärztlichen Vertretern der teilnehmenden Länder hatte das Ziel, den aktuellen Stand der Forschung zu bilanzieren und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Mit über 800 Mitgliedern und einer über zehnjährigen gemeinsamen Vereinsarbeit ist die deutsche Tourette-Gesellschaft inzwischen eine etablierte Vereinigung. Die Mitgliedzahlen in Europa bewegen sich zwischen 200 und 800 Mitgliedern, wobei Island mit weniger als 300.000 Einwohnern die bemerkenswerte Anzahl von 200 Mitgliedern aufweist. Die ältesten Gesellschaften stammen aus Dänemark und Großbritannien – bei ihnen liegt die Gründung mehr als 20 Jahre zurück – während die französische Tourette-Gesellschaft erst sechs Jahre alt ist, aber immerhin schon rund 400 Mitglieder hat.

In Aufbau und Vorgehensweise ähneln sich alle Gesellschaften: Jede Gesellschaft hat einen Vorstand und meistens einen wissenschaftlichen Beirat, die Mitglieder sind überwiegend vom Tourette-Syndrom Betroffene oder Eltern von betroffenen Kindern. Durch die Publikation von Mitgliederzeitschriften oder Broschüren über das Tourette-Syndrom wird in allen Ländern versucht, Betroffenen und Nicht-Betroffenen ein Bild über die Erkrankung zu vermitteln.

Aus den Berichten der Teilnehmer wurde deutlich, dass in allen Ländern die Betroffenen mit denselben Schwierigkeiten und Widerständen konfrontiert sind und dass von einem hinreichenden Verständnis für das Tourette-Syndrom in der Öffentlichkeit leider noch in keinem Land die Rede sein kann. So stoßen Betroffene in allen Ländern immer noch auf Unverständnis und mangelnde Rücksichtnahme in Schule und Beruf.

Was haben wir vom ersten europäischen Kongress der Tourette-Gesellschaften "mitnehmen" können? Die Idee, aus den Tourette-Gesellschaften der einzelnen Länder so etwas wie ein Netzwerk in Form einer übergreifenden europäischen Gilles de la Tourette-Gesellschaft zu bilden, um in Zukunft voneinander zu profitieren. Damit würden unter anderem die Voraussetzungen für die Verbreitung von Informationen über das Tourette-Syndrom und die Förderung von Forschungsvorhaben über die Ländergrenzen hinaus geschaffen werden. Konkret bedeutet das, dass jedes Land ein oder zwei Mal im Jahr einen Bericht über Neuigkeiten innerhalb seiner Tourette-Gesellschaft verfasst und den anderen Ländern zukommen läßt. Außerdem ist vorgesehen, dass sich Vertreter jeder Tourette-Gesellschaft in jährlichen Abständen treffen - die nächste Zusammenkunft ist für Ende 2004 in London geplant. Motto: Gemeinsam sind wir stärker!

Silke Klusmeier und Alexander Heise

Zurück zur vorhergehenden Seite   Wer ist die Tourette Gesellschaft