Termine
Wir treffen uns regelmäßig alle zwei Monate, Freitagabend um 20 Uhr.
Termine und Treffpunkt sind bei Frau Bubeck zu erfragen.
Der jeweils genaue Termin und der Ort des Treffens können telefonisch unter 0421 - 342708 oder per eMail an Selbsthilfe.bremen@tourette.de erfragt werden.
Die Selbsthilfegruppe Bremen ist Mitglied des Arbeitskreises Tic und Tourette Syndrom. Alle Mitglieder des Arbeitskreises finden Sie hier als pdf.
Kontakt
Sigrid Bubeck
Telefon 0421 - 342708
selbsthilfe.bremen@tourette.de
Zusammenfassung des Bremer Tourette-Symposiums vom 18. und 19. November 2005 zum Download als pdf hier.
Bericht über die Arbeit der
Selbsthilfegruppe Bremen 2003 / 2004
von Sigrid Bubeck
Im Januar 2003 trafen wir uns zum ersten Mal im Gesundheitsamt Bremen, um über die Gründung einer Tourette-Selbsthilfegruppe zu sprechen. Wir, das waren eine Mitarbeiterin vom Gesundheitsamt, die uns in der Gründungsphase unterstützte, sowie drei am Thema Interessierte. Gründungsmitglieder: Sylvia Faust, ein junger Touretter, Sigrid Bubeck.
Am 26.03.2003 fand dann das erste offizielle Gruppentreffen statt, nachdem ein kleiner Artikel in der Tageszeitung "Weser-Kurier" erschienen war. Im März 2004 konnten wir nun den ersten Geburtstag der Gruppe feiern mit inzwischen 9 betroffenen Familien. Es liegt ein Jahr mit vielen Stationen hinter uns. Mit kleinen Zeitungsartikeln haben wir zuerst auf uns aufmerksam gemacht. Über das Gesundheitsamt wurden Flyer gedruckt, die bei verschiedenen Gelegenheiten verteilt wurden.
Neben den regelmäßigen monatlichen Gruppentreffen nahmen wir an diversen Veranstaltungen teil. Im August 2003 organisierten wir einen Informationsstand beim Wachmannstraßen-Fest in Schwachhausen und im September 2003 beim Horner Mühlenfest. Es wurden fleißig Kuchen, Pizzataschen und Kaffee verkauft, Kinder mit Dosenwerfen vergnügt und natürlich Flyer und Tourette-Informationsmaterial verteilt. Referate über TS an Schulen und ein Informationsstand über TS und AD(H)S am "Tag der offenen Tür" am Schulzentrum Ronzelenstraße gehörten auch zu unseren Aktivitäten.
Wir stellten uns immer wieder für Interviews zur Verfügung, um auf uns aufmerksam zu machen, über Tourette aufzuklären und neue Gruppenmitglieder zu werben. Es erschienen Artikel im "Weser-Kurier", im "Delmenhorster Kreisblatt", in der "Nordseezeitung" (Bremerhaven), im "Sonntagsjournal" (Kreis Bremerhaven) und in der "Kreiszeitung" (Bereich rund um Bremen). Höhepunkt war am 13.12.2003 die Sonderseite über Tourette im "Weser-Kurier". Die Redakteurin Sabine Doll hat eine fantastische Seite über Tourette zusammengestellt.
Zu den gemeinsamen Aktivitäten gehörte auch eine Weihnachtsfeier.
Das absolute Highlight fand dann am 18.02.2004 statt. Wir organisierten in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Bremen, dem Landesinstitut für Schule, der Ärztekammer Bremen und der Tourette-Gesellschaft Deutschland eine für Ärzte und Lehrer anerkannte Fortbildungsveranstaltung. Angesprochen waren aber auch Eltern, Erzieher, Betroffene und Interessierte. Das Thema lautete: "Das Tourette-Syndrom in der medizinischen Praxis und im pädagogischen Alltag". Die Veranstaltung fand im großen Hörsaal der Medizinischen Klinik im Krankenhaus St.-Jürgen-Straße statt. Dieser Veranstaltung gingen zwei Radiointerviews und drei Zeitungsartikel voraus, die wohl mit dafür sorgten, dass der Saal gut besetzt war.
Für die Fortbildungsveranstaltung konnten wir Dr. Henrik Uebel von der Universität Göttingen und den Sozialpädagogen Berthold Grave (Neuenkirchen/Vörden) als Referenten gewinnen.
Ein TV-Beitrag am 18.02.2004 im Regionalfernsehen von Radio Bremen bei "buten un binnen" lief zeitgleich zu unserer Veranstaltung. Mitwirkende: Sylvia Faust und Christoph Bubeck (Betroffene), Sigrid Bubeck und Dr. Henrik Uebel. Der Dreh mit dem Fernsehteam war ziemlich anstrengend und gewöhnungsbedürftig. Aber wir fanden den Beitrag sehr gelungen und wurden von vielen Zuschauern und Zuhörern hinterher darauf angesprochen.
Wir waren gegen 16.00 Uhr im Krankenhaus und bauten unsere Tische mit dem Informationsmaterial und der Verpflegung auf.

Letzte Vorbereitungen am Informationsstand

Gegen 17.00 Uhr strömten dann schon die ersten Leute herein. Die Resonanz überraschte uns. Wir schätzen die Zahl der Teilnehmer/innen auf ca. 150 Personen: 35 Ärzte, 40 Lehrer, der Rest setzte sich aus SHG-Mitgliedern, Interessierten und Betroffenen zusammen, die nicht nur aus Bremen und dem Umland, sondern teilweise von weiter her angereist waren (Wolfsburg, Hannover, Stuttgart usw.).
Ich begrüßte die Gäste unserer Veranstaltung, danach sprach die Bremer Sozialsenatorin Karin Röpke zu den Anwesenden. Sie richtete ebenfalls Grußworte an die Zuhörer und würdigte die Arbeit unserer Selbsthilfegruppe.

Blick in den vollbesetzten Hörsaal im Krankenhaus St.-Jürgen-Straße
Dann referierte Dr. Uebel, der positiv überrascht war von der guten Organisation und der großen Menge der Zuhörer. Er klärte umfassend über Tourette auf. Nach einer kurzen Verschnaufpause sprach Berthold Grave, der mit einem packenden Vortrag die Zuhörer fesselte.
Im Anschluss konnten noch Fragen gestellt werden, was auch genutzt wurde. Hinterher haben wir dann mit Berthold Grave und einigen Gästen erst einmal mit Sekt auf die gelungene Veranstaltung angestoßen. Wir waren total zufrieden und glücklich, dass alles so gut geklappt hatte. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die zum guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Für Information und Verpflegung war gesorgt ...
Auskunft am Informationsstand, v.l.n.r.: Christoph Bubeck, Sylvia Faust
Die Tourette-Selbsthilfegruppe Bremen ist inzwischen Mitglied des Selbsthilfe-Aktionskreises "Bremer Topf" und vertreten beim "Bremer Netzwerk Selbsthilfe" (einer Selbsthilfeunterstützerstelle).
Im Mai wurde eine Anfrage zu Tourette in der Bremer Bürgerschaft gestellt, um auf die Misere der Betroffenen im Schul- und Gesundheitswesen hinzuweisen. Den Beratungslehrern an den Schulen sollen von der Bildungs- bzw. Sozialbehörde Informationsmaterial zum Tourette-Syndrom zur Verfügung gestellt werden. Wir werden an der Sache dran bleiben.
Am 3. und 4. September 2004 sind wir zur 100-Jahr-Feier des Krankenhauses Bremen-Ost eingeladen worden. Wir dürfen mit einem Informationsstand an den Feierlichkeiten teilnehmen.
Es hat sich inzwischen ausgezahlt, an verschiedenen Veranstaltungen diverser Träger teilgenommen zu haben. Es wurden schon viele wichtige Kontakte geknüpft, ohne die so einiges nicht möglich gewesen wäre.
Bremen, im September 2004
Sigrid Bubeck








