R u b r i k e n

Basisinformationen
Fragen & Antworten
Behandlung des TS
Leitfaden für Lehrer
TS-Erfahrungen
Geschichte der Tics
Tourette-Forschung
Tourette-Kreative

Tourette Interaktiv
Tourette-Newsletter
Tourette-Forum
Tourette-Chat
TS-Shirts und mehr
Tourette-Shop
Unser Gästebuch

Veröffentlichungen
Print, Audio, Video
Pressestimmen
Tourette im Kino
Photo aus dem Film 'The Tic Code'

Hilfsangebote
IVTS e. V.
TGD e. V.
Regionale Gruppen
Ärztliche Sprechstunden

Weitere Angebote
Adressen & Links
Div.Interessantes

Bild eines animierten Briefes
Schreiben Sie uns
Anregungen, Kritik,
Fragen und eigene
Beiträge
Aktuelle Statistik

Stichwortsuche




 

Impressum

 

Diese Web-Seite gehört zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internet-Adressen

Letzte Aktualisierung:
Thursday, 10-Jun-2010 11:58:05 CEST

 

 

 

Reportage 'Der innere Kobold'
'Der innere Kobold'
Leben mit Tourette
Weiter hier...

 

DVD Angebot
'Vier Leben mit TS'
Weiter hier...

 

eBuch '...sonst bin ich ganz normal'
'...sonst bin
ich ganz
normal'
Leben mit dem
Tourette
Syndrom.
Biographien von
vier Menschen
Weiter hier...

 

DVD 'Das Tourette Syndrom' (94 Min)
DVD - 'Das Tourette Syndrom'
Vier TV Beiträge von Sven Hartung
Weiter hier...

 

Zur TS-Wear
TS-Wear
Shirts & Sweat- Shirt
Weiter hier...

 

Buch 'Mein Kind hat Tics und Zwänge'
'Mein Kind
hat Tics und
Zwänge'
Sachbuch
aus Erfahrung.
Weiter hier...

 

Buch 'Motherless Brooklyn'
'Motherless
Brooklyn'
beschäftigt sich aus einer Insider - Pers pektive mit dem Tourette Syndrom und ist dabei ein unterhaltsamer Roman.
Mehr hier...

TS Kreative Übersicht

Susanne Großnick

Malen_01

malen_02

malen_03

malen_04

malen_05

malen_06

malen_07

malen_08

speckstein_01

speckstein_02

speckstein_03

speckstein_04

speckstein_05

speckstein_06

speckstein_07

speckstein_08

speckstein_09

speckstein_10

speckstein_11

speckstein_12

Angaben zu den Fotos

 

Bildname

Wo entstanden

Material

Beschreibung

1

Malen_01

Hanseklinikum Stralsund

Softpastell

Leuchtturm am Meer

2

Malen_02

Hanseklinikum Stralsund

Buntstift

Portrait eines Uhus

3

Malen_03

Hanseklinikum Stralsund

Öl auf Keilrahmen

Schilfhaus im Sturm

4

Malen_04

Hanseklinikum Stralsund

Öl auf Keilrahmen

Sonnenuntergang am Meer

5

Malen_05

Hanseklinikum Stralsund

Öl auf Karton

Sanddorn- und Hagebutte

6

Malen_06

Hanseklinikum Stralsund

Öl auf Keilrahmen

Wellenbrecher

7

Malen_07

Odebrechtstiftsklinik Greifswald

Softpastell

Morgenstimmung am See

8

Malen_08

Zu Hause

Buntstift

Silbermöwe

9

Speckstein_01

Odebrechtstiftsklinik Greifswald

Speckstein

Handyablage mit Uhr

10

Speckstein_02

Odebrechtstiftsklinik Greifswald

Speckstein

Das dickköpfige Pferd

11

Speckstein_03

Odebrechtstiftsklinik Greifswald

Speckstein

Windlicht

12

Speckstein_04

Odebrechtstiftsklinik Greifswald

Speckstein

Die sitzende Echse

13

Speckstein_05

Uniklinik Hamburg

Speckstein

Der Finkenvogel

14

Speckstein_06

Uniklinik Hamburg

Speckstein

Der Fuß

15

Speckstein_07

Hanseklinikum Stralsund

Speckstein

Das elegante Pferd

16

Speckstein_08

Zu Hause

Speckstein

Das fressende Pferd

17

Speckstein_09

Hanseklinikum Stralsund

Speckstein

Der lustige Rabe

18

Speckstein_10

Uniklinik Hamburg

Speckstein

Die Kegelrobbe

19

Speckstein_11

Hanseklinikum Stralsund

Speckstein

Das Segelschiff

20

Speckstein_12

Hanseklinikum Stralsund

Speckstein

Der Tanzbär

 

 

 

 

 

 

Susanne GroßnickZu meiner Person

Ich heiße Susanne Großnick, bin jetzt 36 Jahre jung und wohne auf der wunderschönen Insel Rügen. Ich bin Mutter einer gesunden, hübschen Tochter und gestalte unseren Alltag größtenteils allein.
Seit dem Vorschulalter lebe ich mit dem TS unter einer Decke. Es ist ein Teil von mir, wie auch der Rest meines Körpers irgendwie zu mir gehört. Als ich Kind war, ging es mir mit dem TS nicht gut. Heftige Tics durchzogen meinen Körper pausenlos. Als wenn ich täglich Marathon gelaufen wäre, so fiel ich abends völlig erschöpft ins Bett. Leider konnte man damals im Osten keine Beschreibung für meine komischen Tics finden. Man bezeichnete sie als Marotten. Ganze 17 Jahre sollte es dauern, bis das Kind endlich einen Namen bekam. Unzählige Klinikaufenthalte hatte ich als Kind aushalten müssen, getrennt von Heim und Familie, untergebracht in maroden nachkriegszeitlichen Gemäuern, voll gestopft mit Tabletten, ausgemergelt von den Nebenwirkungen, erschöpft von fragwürdigen Untersuchungsmethoden. Diese verlorene Zeit kann mir niemand zurückgeben. Es fällt mir heute schwer, damit abzuschließen.
Gefangen in einer Welt, die ein Außenstehender nicht begreifen kann, lebte ich als Kind in meiner eigenen Welt, ich hatte meine eigenen Freunde, es waren meine Tiere. Nur sie blieben mir treu und haben mich nicht gehänselt, denen war es egal ob ich sie anschrie, denen war es egal, dass ich so komische Bewegungen machte. Meine Träume waren nur für mich bestimmt, ich erlebte meine Umwelt mit meiner eigenen Phantasie und hatte genügend Zeit, meine geliebte Natur bis ins Detail zu studieren. Sie war mir immer Freund und Fluchtort zugleich, konnte ich doch hier meine Tics ungestört ausleben, damit die Anspannung in mir einen unteren Level erreichte. Viel Überwindung hatte es mich jedes Mal gekostet, das elterliche Heim zu betreten. Hier wurden die Tics extrem stark, weil ich mich ja hier zusammenreißen sollte. Ich kann es meinen Eltern nicht verübeln, wenn sie mich dazu ständig ermahnten, hatten sie doch genau so wenig Erfahrung mit dem TS wie alle anderen Menschen auch, die mich kannten. Ich bin sehr traurig darüber, dass meine Eltern damals so leiden mussten. Sie hatten ein zappelndes, schreiendes Ding. Es war doch ihr erstes gemeinsames Wunschkind. Es entwickelte sich zum Terrorfaktor im eigenen Haus. Ich danke hiermit meinen Eltern, dass sie immer zu mir standen und alle Höhen und Tiefen mit mir gemeinsam durchgestanden haben.
In der Schule war es auch nicht besser, teilweise musste ich meinen Unterricht vor dem Klassenraum verbringen, permanente Hänseleien waren an der Tagesordnung. Während meiner Lehrausbildung hatte ich sogar einen ganzen Speisesaal für mich allein, um meine Tätigkeiten zu verrichten. Man wollte mich ständig nur loswerden, da ich ein schlechtes Bild auf die Kunden des Verwaltungsbetriebes geworfen habe. Als ich dann erwachsen wurde, wurden meine Tics weniger. Die akustischen Tics verloren sich ganz. Nur in extremen Stresssituationen kommen sie zum Vorschein. Mein Weg in die Eigenständigkeit war mit vielen Stolpersteinen versehen. 1992 habe ich dann meinen Führerschein gemacht, was ich als einen Wendepunkt in meinem Leben betrachte. Das war fast zeitgleich mit meiner Diagnoseerstellung TS. Endlich habe ich anderen Menschen beweisen können, dass ich das TS kontrollieren kann. Dass ich abwägen kann, wenn es gefährlich wird. 1993 wurde ich Mutter, ein weiterer Meilenstein. Sie ist Gesund und Tourette hat einen großen Bogen um sie gemacht. Niemand konnte mir damals sagen, ob sie es auch bekommt. Man hatte mir sogar davon abgeraten ein Kind zu bekommen. Und ich habe es doch bekommen, und ich bin eine stolze Mutter. Ich habe durch Tourette viel lernen können. So habe ich eine überdurchschnittliche Reaktionsfähigkeit und eine perfektionistische Feinmotorik. Diese war mir somit auch behilflich bei der Gestaltung meiner kleinen Kunstwerke. Jahrelanges Selbststudium in Wald und Flur diente mir als visuelle Vorlage. Auch heutzutage bin ich eng verbunden mit der Natur. Fotografisch halte ich sie im Bilde fest und betreibe eine kleine Webseite mit meinen schönsten Fotos. Man kann sie besuchen unter www.ruegen-in-bildern.de . Die Kunstwerke sind hauptsächlich in Ergotherapien während Klinikaufenthalten seit 2003 entstanden. Psychische Belastungssituationen in den letzten Jahren machten diese erforderlich. Heutzutage lebe ich immer noch mit Tourette. Es gehört zu mir und wird mich nicht verlassen, es hat seine Kraft verloren, aber es kämpft unaufhörlich um seine Daseinsberechtigung. Freunde sagten zu mir – „Wenn du das nicht hättest, dann wüsste man nicht, dass du da bist, dann wärest du nur halb so interessant, dann könnte man nicht spüren, welch Energie in dir steckt. Und somit bist du ein einzigartiger Mensch.“ -  Worte an die ich immer glaube. Worte für alle Betroffenen, die alle einzigartig sind!!!........

Susanne Großnick

TS Kreative Übersicht