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Teilnehmer für neue Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover gesucht
In dieser Studie sollen erstmals im direkten Vergleich Menschen mit Tourette-Syndrom (TS), mit Zwangserkrankung, mit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHD) und Überschneidungen dieser Symptome untersucht werden, da diese Erkrankungen oft gemeinsam auftreten und ähnliche Veränderungen im Gehirn angenommen werden.
Neben einer umfangreichen klinischen Untersuchung soll eine Kernspintomographie des Kopfes durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich nicht um eine 'konventionelle' Kernspintomographie, sondern um spezielle neue Techniken, welche bisher bei diesen Erkrankungen noch nicht eingesetzt wurden. In einer bereits abgeschlossenen Studie konnten wir hierdurch deutliche Veränderungen bei Personen mit TS (ohne sonstige Begleitsymptome) sichtbar machen (siehe Abbildung). Zu betonen ist, dass sich die hier eingesetzten Kernspintomographie-Methoden von den in der Studie im Kernforschungszentrum in Jülich eingesetzten Techniken grundlegend unterscheiden und insofern eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Die Belastung durch die Untersuchung ist äußerst gering. Die Kernspintomographie dauert ca. 1 Stunde. Der Teilnehmer liegt dabei auf einer Liege und spürt von der Untersuchung selbst nichts. Da es sich nicht um eine Röntgenuntersuchung handelt, besteht keinerlei Strahlenbelastung. Wichtige Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass während der Dauer von ca. 1 Stunde (Unterbrechungen nach jeweils ca. 20 min. sind möglich!) keine Tics im Kopf- und Gesichtsbereich auftreten, da die Aufnahmen ansonsten 'verwackeln'.
Insgesamt sollen 80 Personen in die Studie eingeschlossen werden. Teilnehmen können Patienten mit Tourette-Syndrom, Zwangsstörung, ADHS oder einer Überlappung dieser Syndrome (also insbesondere auch TS-Patienten mit gleichzeitig bestehendem ADHS und/oder Zwängen). Da Geschlecht, Alter und Medikamente die Ergebnisse beeinflussen könnten, dürfen ausschließlich erwachsene (> 18 Jahre) und männliche Probanden, die gegenwärtig nicht mit Medikamenten behandelt werden, an der Untersuchung teilnehmen. Vor der Kernspintomographie erfolgen Testungen, um Tics, ADHS, Zwänge und Depressivität in der Ausprägung zu erfassen.
Ziel der Studie ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser Krankheitsbilder hinsichtlich der Ursachen im Gehirn zu finden. Wir hoffen - besser als dies bisher möglich war - die speziellen Veränderungen im Gehirn sichtbar zu machen, um eine verbesserte Grundlage für neue Therapiemöglichkeiten zur Verfügung zu haben.
Fahrtkosten für die Anreise nach Hannover (und in Ausnahmefälle bei sehr weiter Anreise auch Übernachtungskosten) werden erstattet.
Weitere Informationen können Sie telefonisch erhalten unter 0511 - 532 7617 oder 0511 - 532 7610, per Email unter mueller-vahl.kirsten@mh-hannover.de oder nadine.buddensiek@gmx.de oder schriftlich bei
Dr. K. Müller-Vahl
Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
Gerne beantworten wir Ihnen auf diesem Wege weitere Fragen, senden Ihnen einen umfangreichen Aufklärungsbogen zu und vereinbaren einen individuellen Untersuchungstermin.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse!








